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Ausstellungsordnung HSS 2018 Download

Meldebogen HSS 18 Download

54. Hauptsonderschau der Elsterkröpferzüchte.

Unsere diesjährige Hauptsonderschau organisierten die Zfrd der Gruppe Südbayern. Sie konnten den GZV Pfarrkirchen für die Ausrichtung gewinnen, der sie der 66. Rottaler KV-Schau am 04.-05. Nov. 2017 angliederte. Das Team um die AL Paul Bauer und Erwin Käsperer organisierten eine schöne Veranstaltung mit einem klasse Züchterabend am Freitag. Breite Gänge einstöckiger Aufbau in Augenhöhe, sowie die rückwärtige Käfigverkleidung boten ein sehr gutes Ambiente für diese Schau. Hierfür ein großes Lob und unser besonderer Dank. Ebenso bemerkenswert der Auftritt des Schirmherrn der Schau und 1. Bürgermeisters Herrn Wolfgang Beißmann mit seinen klaren Bekenntnissen für unsere traditionsreiche Freizeitgestaltung. Bei schönem sonnigem Wetter war auch das organisierte Rahmenprogramm nach Passau ein voller Erfolg. Beim internen Züchterabend am Samstag erfuhren wir auch etwas über das heimatliche Brauchtum wie das der „Goldhauben“, vorgestellt von Gertrud Sigl. Mit 421 gemeldeten Elsterkröpfern erreichten wir ein solides Meldeergebnis, ausgestellt von 34 Mitgliedern. Nur 72 Schwarze sind für diesen Farbenschlag wahrlich nicht berauschend, die Blauen mit 95 Tieren, hatten ebenso schon bessere Zeiten. Mit 153 Vertretern stellten die Roten wieder das stärkste Kontingent. 80 Gelbe, nur 11 Rotfahle und 5 Gelbfahle in der AOC-Klasse rundeten das Bild ab. Die Champions der Schau zeigten R. Schneider mit einem schwarzen Täuber und J. Hintermeier mit einer gelben Täubin. Den LP konnte wiederum Josef Hintermeier mit seinen Gelben gewinnen, mit viermal vorzüglich und viermal hervorragend. Die ZP erreichten in schwarz N. Junk, in rot J. Rühling, in blau G. Frese, in gelb J. Brunner sen, rotfahl M.Sigl. Glückwunsch den Erringern.

Karsten Gehrmann
SR Dopmann
): Dass die Schau im Süden unseres Landes stattfand, machte sich vermutlich bei der geringen Meldezahl der Schwarzen bemerkbar. Bei den 22 Jungtäubern wurden ansprechende Rassevertreter vorgestellt. Wünsche waren, mehr Blasfreude, birnenförmigeres bzw. gezogeneres Blaswerk, aufrechtere Haltung, korrektere Herz- und Kopfzeichnung sowie im Augenrand zarter oder heller. Mängel bestanden in flacher Haltung, grobem Augenrand und zu knappem Kopfschnitt unter dem Auge. Auffallend waren die figürlichen Unterschiede, die augenscheinlich waren und mich nicht unbedingt optimistisch für die Zukunft stimmen. Die fünf mit sg 95Pkt. Bewerteten und der mit hv von J. Brunner jun. sowie der Champion mit v SVB von R. Schneider waren die verdienten Sieger dieser Kollektion. Die zehn alten Täuber, alle im sg- Bereich, mit ähnlichen Wünschen wie bei den Jungen. Den Besten stellte mit hv EB J. Brunner jun. fast ebenbürtig der mit sg95 Pkt.(Stand straffer) von G. Werner.

Nicht ganz so stark wie gewohnt waren die Jungtäubinnen in der Vorstellung und ansprechen-der Vorderpartie am Bewertungstag. Besser zeigten sich drei von ihnen am Samstag, mit aufrechter Haltung, ansprechendem Blaswerk und stabilem Körper. In dieser Verfassung hätten sie am Freitag punkten können. Neun untere Noten für groben Augenrand, flache Haltung, matte Rücken- und Keilfarbe sowie bodenbreiten Stand. Aufgefallen sind mir einige mit schwachem Körper. Achtung, die Nachzucht hieraus wird nicht besser, bitte daran denken. Drei erreichten sg 95 Pkt. Auf eine elegante Vertreterin erreichte K. Schapperer hv (Feder fester), v SVB für eine feine Täubin von N. Junk. Ähnlich waren die Wünsche und Mängel bei den alten Täubinnen, hier kamen noch zwei weitere Wünsche hinzu, Schenkeleinbau und Latzansatz. Das Problem des groben Augenrands hat sich in den letzten Jahren bei allen Farbenschlägen eingeschlichen. Die Züchter sollten das angehen, ist er doch sehr auffällig und trübt den Gesamteindruck. Es gab kein sg 95 Pkt. aber hv (Schenkelgefieder straffer) für J. Brunner jun. und v EB für R. Schneider.
(SR Krahl): Reine, glatte Zehen und Läufe bis kurz unter die Ferse, dies gilt für alle Elsterkröpfer. Daran bitte vor der Schau denken, dann fällt der Wunsch oder gar der Mangel (Fußbefiederung) flach. Fehlender Herzschluß, zu knappe Kopfzeichnung unter dem Auge, steifes oder stark gewinkeltes Fersengelenk, melierte Rückenfarbe und fehlende Blasfreude sind Mängel, die zu den sieben guten Noten bei den blauen Jungtäubern führten. Wünsche waren mehr Blasfreude, betonterer Oberkropf, Innenschenkelbefiederung, festere Kropffeder, reinere gleichmäßigere Herz- Rücken-und Brustfarbe, sowie fester Stand. Vier mit sg 95 Pkt. und die zwei hv Tiere (Feder noch fester/Herzfarbe noch gleichmäßiger) von F. Schmitt, sowie der mit v SVB von G. Frese zeigten das zu Zeit machbare. (SR Gehrmann): Fehlende Rückendeckung, dunkle Brustfarbe und grober Augenrand ergeben die Note gut 91Pkt. Gleichmäßige Farbe, aufrechte Haltung und mehr Blasfreude waren in der Wunschspalte der Alttäuber aufgeführt. Gefällig der mit sg 95 Pkt. von A. Leitl und der hv EB (Hinterpartie abgestimmter) von G. Frese.

(SR Krahl): Eine ansehnliche Truppe waren die blauen Jungtäubinnen. Vier mit enormer Standhöhe bei denen der Körper aber nicht die entsprechende Tiefe mitbrachte, sowie Tiere mit auffälligem Augenrand, ungleichmäßiger Farbe und nicht ständig abfallender Haltung, blieben im sg-Bereich. Etwas besser die vier mit sg 95 Pkt. und die mit hv (Kropffeder fester) von G.Frese. Die Beste mit v SVB zeigte M.Sigl. In den Notenkeller kamen Täubinnen mit steifen Fersen, fehlender Blasfreude, scheuem Wesen, flacher Haltung und unreiner Keilfarbe.Auffällig bei den alten Täubinnen war die Kopfzeichnung, die knapp unter dem Auge oder weit nach vorn fast über den Schnabel reichend war. Keine dramatische Beobachtung, ebenso wie das Blaswerk, das zum Teil schon etwas zu üppig ausgeprägt ist. Dies gilt es in der Zuchtauswahl zu beachten. Alttäubinnen mit nicht gleichmäßiger Rückenfarbe mögen in der Zucht noch wertvoll sein, aber im Ausstellungskäfig können sie keine Preise erringen, das führt zur Note gut, ebenso wie flache Haltung und fehlende Blasfreude. Die mit v EB von M. Sigl war Klassensiegerin. Die zuvor erwähnten waren figürlich nicht schlechter, aber die Farbe ist nicht zu unterschätzen. Gratulation den Preiseringern.
Andreas Krahl

Die Roten Täuber bewertete SR Schmitt. Bei den 52 jungen 1,0 war von den Besten bis zu groben Fehlern alles zu sehen. Schiefes Blaswerk oder stark anziehende Schwanzpartie zieht eine untere Note nach sich. Genau wie stark offenes Kropfgefieder, durchgedrückte Fersen, zu breiter Stand, lange Hinterpartie, grober Augenrand oder Kopfzeichnung am Auge. Immerhin 12 Noten unter sg. Trotz allem konnte der hohe Zuchtstand gehalten werden. Die Wünsche bezogen sich auf mehr Blasfreude, besseren Schenkelfluß, eine festere Kropf- bzw. Schenkelfeder, aufgelegtere Schwingen, bessere Schwanzfarbe und zarteren Rand. Einmal v SVB für A. Krahl, zweimal hervorragend für J. Rühling und 12 sg 95 Pkt. zeugen von einer soliden Zuchtbasis. Bei den 22 alten Täubern nur viermal gut. V und hv errang K.H. Hartmann, weiterhin je hv an L. Gehwolf und J. Rühling.

SR. M. Sigl begutachtete die 55 jungen und 24 alten roten Täubinnen. Viele Wünsche bezogen sich auf einen festeren Stand bzw. Schenkelfluß, bessere Oberkropfausprägung, glatteres geschlosseneres Gefieder, sattere Ortfeder, abgestimmtere Hinterpartie und eine reduziertere Vorderkopfzeichnung. Die Spitzentiere präsentierte J. Rühling mit zweimal vorzüglich, hv erreichten zweimal R. Schneider und E. Dopmann. Die 24 alten Täubinnen waren sehr ausgeglichen. Nur zweimal gut wegen Konditionsproblemen standen sie der V Täubin von L. Gehwolf, und den hv Tieren von A. Krahl und J. Rühling, sowie fünf weiteren mit 95 Pkt. Benoteten gegenüber. Die Gelben bewertete, bis auf die alten Täuber, PR Frenzel. Die alten gelben Täuber klassifizierte SR. Gehrmann. Die 21 jungen gelben Täuber hinterließen einen soliden Eindruck. Je ein gut gab es wegen mangelnder Innenschenkelbefiederung bzw. wegen absetzender Schwanzfarbe. Einige hätten sich blasfreudiger und aufrechter zeigen dürfen. Weitere Wünsche entfielen auf eine bessere Federqualität, zarteren Augenrand, bessere Schwanzfarbe und korrektere Kopfzeichnung. Die Spitzentiere zeigte J. Hintermeier mit v SVB und hv. Ähnlich das Bild bei den 13 alten Täubern mit v EB und hv ebenfalls für J. Hintermeier. Die Kollektion der gelben Jungtäubinnen war herausragend, prima Typen mit bestem Wesen. Wünsche lagen im Bereich des Gefieders. Aber auch Oberkropf betonter, Hinterpartie abfallender und Zeichnung unter dem Auge voller waren mehrfach notiert. Je zweimal v und hv errang J. Hintermeier, ein weiteres hv ging an J. Brunner sen. Eine homogene Klasse, auf sehr hohen Niveau waren die 20 gelben Alttäubinnen. Zutraulich und blasfreudig die Rassemerkmale präsentierend, schlagen die Wünsche weniger hart zu Buche. Dreimal sg 93 Pkt. waren folgerichtig schon die schlechtesten Bewertungen! Diese Klasse dominierte J. Brunner sen. mit einmal v EB und viermal hv. Ein weiteres v errang die ZG Thiele. Nur zwei Züchter zeigten ihre Tiere im rotfahlen Farbenschlag, welche SR Gehrmann sortierte. Dennoch ist eine weitere Verbesserung in der Figur, Haltung und Farbe erkennbar. Nur ein gut bei den fünf jungen und zwei alten Täubern, wegen zu viel Blauanteil. Ein prima Vertreter von M. Sigl erreichte sg 95 Pkt. Versehen mit einem ruhigen Wesen, ständig aufrechter Haltung und enger Beinstellung verkörperte er nicht bei sehr vielen Rotfahlen zu sehende Merkmale. Bei ausgereifterem Gefieder wäre sicher mehr möglich gewesen. Bei den neun Täubinnen, davon eine Alte mit sg 95 Pkt. bewertet, war das Bild noch durchwachsen. Hier zeigten drei Tiere die unschönen Wesensmerkmale, waagrechte Haltung, breiter Stand mit durchgedrückten Fersengelenken. Hv erzielte M. Sigl auf eine junge 0,1. Von den 2,2 gezeigten Gelbfahlen in der AOC- Klasse konnte ein 1,0 wegen schlechter Farbe (fehlte Gelbanteil im Kropf- und Herzbereich) kein sg erhalten. Der andere 1,0 mit sehr guter Farbe, aber auch mit Problemen in der Blasfreude. Die Täubinnen zeigten sich schon freier, mit annehmbarer Farbe sg 94 Pkt. und 95 Pkt. an
E. Dopmann.

Karsten Gehrmann


Zuchtwartbericht 2016 Karsten Gehrmann

 

Liebe Züchter des Elsterkröpfers und SV-Mitglieder,

mein Bericht über die Einschätzung unseres Elsterkröpfers fällt in diesen Jahr kürzer aus. Gründe hierfür sind zum einem im Bericht des letzten Jahres erläutert, Zeit und Inspiration meinerseits, zum anderen aber auch dem hohen Niveau der gezeigten Tiere zur VDT und zur Hauptsonderschau geschuldet.

Das vergangene Jahr war für uns Rassegeflügelzüchter nun schon zum wiederholten Male wenig erfreulich. Wieder hat eine Variante des Geflügelgrippevirus die Schausaison durch behördliche Verordnungen Mitte November in den meisten Bundesländern vorzeitig beendet. Als SV der Elsterkröpferzüchter sind wir trotzdem noch relativ glimpflich weggekommen. Dies war nur dem Umstand zu verdanken, dass in Thüringen der medialen und auch politisch entfachten Hysterie lange mit Verstand getrotzt wurde. Die VDT-Schau, wie auch unsere Hauptsonderschau fanden glücklicherweise hier statt. Und wer zumindest eine der beiden Ausstellungen besucht hat, konnte sich von der hohen Qualität unsres Kröpfers überzeugen, und das in allen fünf Farbenschlägen. Es ist schon eine Weile her, dass dies so war. Eine prima Werbung für unsere Rasse! Die wenigen Tiere mit konditionellen Problemen bzw. Mängeln in Zehenspreizung/Stand oder Zeichnung waren auf den ersten Blick nicht gleich auszumachen. Hier mussten die Sonderrichter schon sehr genau hinschauen. Das trotzdem das ein oder andere nicht erkannt wurde ist leider so und wird sich auch in Zukunft nicht ganz vermeiden lassen. Trotzdem kann man den amtierenden Sonderrichtern eine sehr gute und nur der Rasse dienenden Bewertung bescheinigen. Über das durchschnittliche Punktniveau des einzelnen Sonderrichters kann, wie zu vorangegangen Hauptversammlungen auch schon, durchaus diskutiert werden. Das Wichtigste ist doch wohl, dass die Differenzierung innerhalb einer Klasse stimmt. Und, beim derzeitigen Zuchtstand, sollte jedes einzelne Merkmal höchsten Ansprüchen bei der Vergabe der Note vorzüglich genügen. Aber nur ein harmonischer Gesamteindruck führt dann letztendlich zum V. Punktunterschiede lassen sich dann hiervon ableiten. Meinen Standpunkt über „untergeordnete“ Merkmale, auch speziell zur Farbe, habe ich schon mehrmals dargelegt. Wollen wir weiterhin eine vernünftige und zuchtorientierte Bewertung muss diese Debatte eingestellt werden. In diesen Punkt bewertungsrelevante Aussagen öffentlich zu publizieren darf nicht vorkommen. Derartige Aussagen wären unbedingt mit den Zuchtwarten und auch dem Vorstand abzustimmen. Ich möchte nur mal an den Augenrand erinnern. Dieser steht in der Rangfolge noch hinter der Farbe. Hier haben Abweichungen auch wesentlich größere Konsequenzen auf die Endnote. Darüber wird nicht diskutiert. Warum? Ist der Rand nur fütterungsbedingt rötlich, hätte dies genetisch keine Auswirkungen, im Gegensatz zu manch Farbwunsch. Es gibt doch noch so viele Details welche verbessert werden können. Betrachten wir den Schenkel, welcher oft noch gerader sein dürfte; die Schwingen, welche besser auf dem Schwanz aufliegen sollten oder das Gefieder, welches glatter, geschlossener bzw. fester sein müsste und neben noch so manchen Merkmalen das zutrauliche, ruhige Wesen. Diskutieren müssten wir über die Reproduktionsfähigkeit unserer Rasse. Die Aufzuchtleistung zu stabilisieren bei zumindest der Bewahrung des derzeitigen Zuchtstandes muss das Ziel werden, wollen wir jüngere Züchter gewinnen und damit den Elsterkröpfer in die Zukunft retten. Hierzu sind vielleicht auch Abstriche am eigenen Erfolg zu machen um dieses Ziel zu verwirklichen. Fortschritte sollten dann auch ausgetauscht und öffentlich gemacht werden. Allzu viel Zeit hierfür verbleibt wohl nicht mehr, wenn wir die Mitgliederentwicklung unseres Sondervereins betrachten. Festigen wir das Erreichte und verbessern wir das Notwendige, dann haben wir mehr Freude an unserem Hobby.

Ich gratuliere allen Züchtern zu ihren errungenen Auszeichnungen und Erfolgen, wünsche allen Gesundheit und Schaffenskraft, sowie eine erfolgreiche Zuchtperiode und hoffe das die Ausstellungssaison 2017/18 ohne Komplikationen stattfinden wird.

In den Berichten der amtierenden Sonderrichter zu den Sonderschauen ist die qualitative Auswertung ausgiebig dargelegt. Den deutschen Meistern zur 65. VDT Schau in Erfurt meinen Glückwunsch.

Schwarz: ZG Egon und Hans-Dieter Lieb

Blau: Albert Leitl

Rot: Hans-Hermann Lefers

Gelb: Josef Brunner sen.

Besonders hervorzuheben ist Auszeichnung der Zuchtgemeinschaft Egon und Hans-Dieter Lieb für die beste Gesamtleistung aller Aussteller zur VDT-Schau.

 

 

 

53. Hauptsonderschau des SV der Elsterkröpferzüchter

 

In einer für uns Rassegeflügelzüchter bedrohlichen Zeit auf Grund behördlicher Auflagen und Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Auftreten der Vogelgrippe hatten wir mit der Standortwahl Thüringen das Glück unsere 53. Hauptsonderschau durchführen zu können. Dafür möchte ich dem amtierenden Amtstierarzt den Dank des SV für eine besonnene Regelung in einem sicher nicht einfachen Umfeld aussprechen.

Trotz der schwierigen Bedingungen im Vorfeld mit republikweiten Schauverboten konnte der ausführende Zuchtverein 1892 Triptis u. Umgeb. e. V. anlässlich seines 125 jährigen Bestehens 51 Aussteller begrüßen. Das Meldeergebnis von 532 Elsterkröpfern ist in der gegenwärtigen Zeit überaus erfreulich. Da in der Vereinshalle der Platz für einen einreihigen Aufbau mit ausreichend breiten Gängen nicht gegeben war, entschloss sich die Ausstellungsleitung um Heinz HHH HHopfer für einen zweistöckigen Aufbau. Die breiten lichtdurchfluteten Gänge boten trotzdem beste Voraussetzungen für unsere Tiere ihr Potential zu präsentieren. Für die schöne Schau und das gelungene Rahmenprogramm, inklusive Züchterabend unser herzlichster Dank an Heinz Hopfer und seine engagierte Mannschaft. Die Meldezahlen verteilte sich auf die einzelnen Farbenschläge wie folgt: 150 in Schwarz, 120 in Blau, 138 in Rot, 87 in Gelb und 37 in Rotfahl. Die Sonderrichter Krahl, Sigl, Chalupny, Multerer, Schmitt, Frenzel und Gehrmann wurden mit der Bewertung der Tiere beauftragt. Die Arbeit war durch das sehr hohe Niveau in allen Farbenschlägen für den einzelnen Sonderrichter sicher nicht einfach, zumal sich einzelne feine Tiere scheinbar mit ihren unteren Standplatz nicht so recht anfreunden wollten.

Champion der Schau wurde bei den 1,0 der blaue Vertreter vom Zuchtfreund Günter Frese und bei den 0,1 die Rote vom Zuchtfreund Ludwig Gewolf.

  1. des Leistungspreises war wie schon im Vorjahr Josef Hintermeier mit seinen Gelben. Die Zuchtpreise errangen in Schwarz die ZG Lieb, in Blau G. Frese, in Rot KH Hartmann, in Gelb J. Brunner sen. und in Rotfahl PM Backhaus. Allen Preisträgern unser herzlichster Glückwunsch.

Karsten Gehrmann

Ausführungen A. Krahl

Der rote Farbenschlag konnte insgesamt wie in den letzten Jahren auch gefallen. Im Typ, aufrechter Haltung, Stand mit entsprechend fließenden Beinaustritt und bei den 1,0 im Blaswerk gibt es nur wenig zu beanstanden. Auch eine leuchtend rote Farbe mit Grünglanz ist schon Allgemeingut und für eine sg-Bewertung zwingende Voraussetzung. Beachtung sollte aber eine durchgefärbte Schwanzfeder, auch am Federansatz, finden. Verbesserungswürdig in diesen Farbenschlag ist die Gefieder-/Federqualität. Viele Wünsche beziehen sich auf diesen Bereich, Gefieder straffer, Kropffeder geschlossener oder Schenkelfeder fester.

  1. Kollektion der Roten Täuber oblag den SR L. Multerer (jung) und F. Schmitt (alt) zu bewerten. 44 rassigen Jungen waren mit einmal vorzüglich (KH. Hartmann), sechs Mal hervorragend (R. Schneider 2x, ZG Quick, HH. Lefers, G. Frank und KH. Hartmann) mit kleinen Wünschen in der Kropf- bzw. Schenkelfeder und 1x Vorkopfzeichnung sowie 15x sg 95 dennoch überaus wohlwollend bewertet. Die 9 unteren Noten wegen unkorrekter Handschwingenzahl (3x!), Rückenfarbe und Standproblemen. Wünsche, die zu Abstufungen im sg- Bereich führten, bezogen sich auf eine abfallendere Schwanzpartie, Brustbein eingebauter oder bessere Kondition.

Ebenso überzeugend die 15 alten 1,0. Nur 2x gut wegen Zeichnungsfehler hätten bei genauerer Schauvorbereitung durch den Aussteller nicht mal sein müssen. Zwei typvolle Vertreter von KH. Hartmann und J. Rühling erreichten vorzüglich. Ein rassiger 1,0 von R. Schneider erhielt hv mit kl. Wunsch nach besserer Vorstellung. 2x sg 95 rundeten den guten Eindruck ab.

Die Sortierung des weiblichen Geschlechts war die Aufgabe von SR M. Frenzel. Gegenüber den 1,0 bot sich hier nicht so ein homogenes Bild. Neben den vorgenannten Wünschen mussten hier noch Weitere des Öfteren notiert werden, so der Wunsch nach mehr Oberkropf oder Blasfreude, aufliegendere Schwingen bzw. korrekterer Flügellage und nach stabileren Körper. Von den 55 jungen 0,1 erreichte nur eine hochfeine Vertreterin von L. Gewolf die Note vorzüglich. Die drei hv Täubinnen von KH. Hartmann (Schenkelfeder), G. Fischer(Kropffeder) und J. Rühling (Flügellage) konnten ebenso gefallen. Weiteren neun sg 95 Bewertungen standen nur sechs mit gut gegenüber, davon 3 wegen Schwingenzahl.

  1. v-Tier von KH. Hartmann dominierte die qualitativ hochwertige Klasse der 24 älteren 0,1. KH. Kallenbach erreichte mit einer feinen Täubin das Prädikat hervorragend (Hinterpartie). Die Note sg 95 konnte 6x vergeben werden. Nur ein gut wegen schlechter Schwanzfederstruktur.

Die Kollektion der 87 Gelben wurde vom SR K. Gehrmann bewertet. Neben 6 Leerkäfigen standen ersatzweise auch einige Rote in der Reihe.In Typ, Größe, Vorderlänge und Haltung war der gelbe Farbenschlag schon immer im vorderen Bereich, aber das Spektrum an Wünschen ist trotzdem in diesen Farbenschlag sehr vielschichtig. Nicht mehr so häufig der Wunsch nach einer weiteren Kopfzeichnung am Auge, ebenso nicht mehr so deutlich eine lockere Schenkel- oder Kropffeder, ein lebhafter Rand war auch nur noch vereinzelt zu notieren. Auffälliger die Wünsche nach einer abgestimmteren oder abfallenderen Hinterpartie, nach reiner Rücken- oder Schwanzfarbe und korrekter Schwingenlage. Dies scheinen neben der korrekten Handschwingenzahl die Herausforderungen für die Zukunft zu werden. Für Eintragungen im Mängelbereich waren zumeist konditionelle Probleme oder eben 11 Handschwingen verantwortlich, vereinzelt auch zu schwacher Körper oder durchgedrückte Fersengelenke.

Die 29 jungen Täuber (3 leer) hatten ihr Spitzentier mit dem vorzüglich bewerteten von J. Hintermeier. Zwei Weitere errichten sg 95. Ebenfalls die herausragenden Vertreter bei den betagteren 1,0 mit v und hv (Rückenfarbe noch gleichmäßiger) von J. Hintermeier.

Eine prima Gruppe bildeten die 29 jungen Täubinnen (2 Leerkäfige). Nur 6 untere Noten wegen Kondition, offenem Rücken oder unkorrekter Zehenspreizung. Zwei Bewertungen mit vorzüglich für J. Brunner sen. und J. Hintermeier, einmal hv für J. Hintermeier sowie 6x sg 95 unterstreichen die gelungene Vorstellung.

Mit Licht und Schatten die 19 Alttäubinnen (1x leer). Vier gut auf Grund mangelnder Kondition bzw. 11 Handschwingen standen zwei vorzügliche Tiere von L. Gewolf und J. Hintermeier mit perfekter Ausstrahlung gegenüber. Ebenfalls prima die hv Täubin (Hinterpartie abgestimmter) von J. Hintermeier und die vier sg 95.

Das Erfreulichste bei dieser Schau war für mich der Auftritt der Rotfahlen. Nach einigen Jahren der Stagnation zeigten 5 Züchter 37 Tiere in prima Qualität. Der vielleicht einzige Wehrmutstropfen war, wenn überhaupt, die übermotiviert erscheinende Vorstellung einer jungen Dame von M. Sigl während der Bewertung. Aber der Reihe nach. Mit der Begutachtung der Kollektion wurde SR F. Schmitt beauftragt. Figürlich und farblich verbessert zeigten die meisten Rotfahlen ein ruhigeres Wesen als in den Jahren zuvor. Dies wirkte sich positiv auf den Stand aus, speziell auf die Fersenwinkelung (kein durchdrücken). Die Abgrenzung der Zeichnungsfelder im Rücken und Keil war vorhanden. Die damit einhergehende rote Pigmentierung im Herz muss dezent und gleichmäßig erscheinen.

Beachtliche 16 junge Knaben offenbarten Licht und Schatten. Schatten weil einige der 6 mit gut bewerteten Tiere am Bewertungstag offensichtliche Konditionsprobleme hatten. Die Anderen zeigten Latz bzw. Weiß im Keil oder hatten unkorrekte Handschwingenzahl. Die Wünsche im sg-Bereich bezogen sich auf reinere Herz- bzw. Brustfarbe, kürzere Hinterpartie und engere Beinstellung. Zwei rassige Täuber von PM Backhaus erreichten hervorragend (Rückenfarbe, Schenkel).

Drei feine Alttauber hatten das Spitzentier mit vorzüglich bewertet von E. Dopmann in ihrer Reihe, dazu noch sg 95 und sg 94.

Bei den 12 jungen Mädel nur ein gut wegen fehlerhafter Zehenspreizung. Wünsche im Blaswerk (gezogener, Oberkropf voller), Fersenwinkel, Schenkelfluß bzw. Schwingenlage waren die Differenzierungsgründe im sg Bereich. Zwei feine Vertreterinnen von M. Sigl erhielten hv (kl. Wunsch: Stand am Boden enger), wobei die Eine die zuvor erwähnte Übereifrige war. Am Wochenende , etwas ruhiger geworden, zeigte sie sich von ihrer besten Seite. So wäre es sicher eine noch bessere Note gewesen.

Die 6 alten Damen alle im sg und besser. Wünsche in Farbe und festeren Gefieder. Für eine Feine mit bester Farbe und straffen Gefieder von E. Dopmann wurde das vorzüglich zu recht vergeben. Zwei weiter Tiere mit hv (Schwanzfarbe) von PM. Backhaus und E. Dopmann rundeten die gelungene Vorstellung dieses Farbenschlages ab.

Karsten Gehrmann


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